Mitglieder des Familienbundes Paderborn

Fachinformation

Hier finden Sie eine Fachinformation des Familienbundes der Katholiken.

Leipziger Erklärung zur Pflege

10. Juni 2016

Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung! Familien sind die tragende Säule der Pflege alter und kranker Menschen: Bei der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 ging die damalige Bundesregierung davon aus, dass Pflegebedürftige in erster Linie von ihren Familien gepflegt werden. Und in der Tat werden heute rund drei Viertel aller pflegebedürftigen Menschen zu Hause versorgt. Familien sind damit der größte Pflegedienst der Nation!

Doch die Sorge für ihre alten und kranken Angehörigen stellt Familien oft vor große Herausforderungen. Immer weniger Menschen sind in der Lage, die Pflege naher Angehöriger im eigenen Haushalt zu leisten. Gleichzeitig wird unsere Gesellschaft in Zukunft immer mehr Pflegebedürftige zu versorgen haben. Das wird ohne die Familien nicht möglich sein. Damit die Pflege zu Hause dennoch gelingen kann, brauchen Familien Unterstützung und Entlastung. Familienpolitik muss deshalb die Pflege in der Familie stärker in den Blick nehmen!

Der Familienbund der Katholiken ist eine starke Stimme für Familien. Wir haben unsere Forderungen zur Entlastung und Unterstützung von Familien in der Pflege im “Leipziger Appell” zusammengefasst. In diesem Zehn-Punkte-Katalog, der zum 100. Katholikentag in Leipzig erscheint, wenden wir uns mit Vorschlägen zur Verbesserung der Situation pflegender Familien an die Politik. Im „Leipziger Appell“ fordern wir unter anderem ein besseres Netzwerk an Fachkräften und eine Lohnersatzleistung für Pflegende nach dem Vorbild des Elterngeldes. Auch der Ausbau wohnortnaher Unterstützungs- und Entlastungsangebote, die mögliche Einbeziehung entfernterer Verwandter in die Pflege und eine Reform der Finanzierung Pflegeversicherung stehen in unserem Forderungskatalog:

  • Wir fordern eine menschenwürdige Pflege im ambulanten und stationären Bereich!
  • Wir fordern eine nachhaltige finanzielle Entlastung pflegender Angehöriger, die dem tatsächlichen Pflegeaufwand entspricht!
  • Wir fordern, das alle Beschäftigte das Recht zur Pflege naher Angehöriger haben!
  • Wir fordern gute Unterstützungsangebote für Familien in der Pflege durch Fachkräfte!
  • Wir fordern den Ausbau von wohnortnahen Unterstützungs- und Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige!
  • Wir fordern umfangreiche und transparente Informationen über Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige!
  • Wir fordern eine Erweiterung des Begriffs „nahe Angehörige“, damit mehr Verwandte bei der Pflege unterstützt werden können!
  • Wir fordern mehr Wertschätzung und Anerkennung der Fachpflegekräfte, um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken!
  • Wir fordern eine Reform der Finanzierung der Pflegeversicherung, die Familien stärker entlastet!
  • Wir fordern eine sorgende Gesellschaft, in der die Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Akteure angemessen berücksichtigt werden!

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Entscheidungshilfe des Familienbundes der Katholiken zur aktuellen Debatte um die Suizidbeihilfe und zur Sterbebegleitung

22. Juni 2015

Die aktuelle Debatte um ein strafrechtliches Verbot der organisierten Suizidbeihilfe ist Anlass für den Familienbund der Katholiken, sich nicht nur mit der strafrechtlichen Frage zu beschäftigten, sondern auch auf die tragende Rolle der Familien bei der Fürsorge für Kranke, Ältere und Sterbende hinzuweisen.

Es ist ein immer wieder geäußertes Bedürfnis vieler Menschen, im Sterben nicht allein gelassen zu werden. Die gute Einbindung in die Familie trägt maßgeblich dazu bei, dass Menschen würdevoll, ohne Angst, einsam zu sein, und mit guter Fürsorge in einer vertrauten Umgebung sterben können. Die Zusage „Ich werde da sein!“ nimmt Ängste vor einem einsamen Sterben.

Wir als Familienbund der Katholiken werden uns in unserem Bemühen um eine sor-gende Gesellschaft dafür einsetzen, dass in der Sorge um Ältere, in der Pflege von Kranken und auch in der Begleitung von Sterbenden immer jemand sagt: „Ich bin da!“

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Fachinformation Familienfreundliches Arbeitsrecht

21. Oktober 2013

Die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsleben ist eine der großen Herausforderungen für Familien heute. Mittlerweile arbeiten 45% der Frauen in Teilzeit, aber nur 10% der Männer, obwohl Frauen oft gerne mehr Stunden arbeiten wollen und Männer grundsätzlich mehr am Familienleben teilhaben möchten. Die Scheu vor der Stundenreduktion liegt oftmals darin begründet, dass es keinen sicheren Rückkehranspruch bis zum ursprünglichen Stellenumfang gibt. Zudem ist Teilzeitarbeit mit negativen Auswirkungen auf die berufliche Karriere verknüpft und führt zu finanziellen Einbußen. Der Familienbund der Katholiken hat sich daher, ausgehend vom Achten Familienbericht,  vertieft mit dem Arbeitsrecht auseinander gesetzt.

Die Fachinformation „Familienfreundliches Arbeitsrecht – Rückkehrrecht aus der Teilzeit“ soll nicht nur die aktuelle Gesetzeslage darlegen, sondern beinhaltet zudem einen Vorschlag des Familienbundes, wie ein solcher Rückkehr- bzw. Aufstockungsanspruch ausgestaltet werden könnte.

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Stellungnahme „Bedeutung Kindergeld“

15. Mai 2013

Das Kindergeld als zentrales Instrument des Familienlastenausgleichs in Deutschland weckt in Politik, Wissenschaft und Medien immer wieder von neuem Interesse und Aufmerksamkeit. Im Rahmen der Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Maßnahmen ist dieser Tage ein umfangreicher Forschungsbericht erschienen, der das Kindergeld einer "Effizienzanalyse" unterzogen hat.

Basierend auf der Expertise unseres Sachausschusses Steuern, Transfers, soziale Sicherung erläutern und kommentieren wir den Bericht mit der beigefügten Fachinformation. Wir rufen Systematik und Funktionsweise des Kindergeldes in Erinnerung und zeigen auf, wie aus der Sicht des Familienbundes das Kindergeld sachgerecht weiterzuentwickeln ist. In diesem Zusammenhang gehen wir auch auf aktuelle Vorschläge aus dem parteipolitischen Raum für eine Reform des Familienlastenausgleichs ein. Zu den diskutierten Modellen gehören das sozial gestaffelte Kindergeld, die Kindergrundsicherung sowie das Familiensplitting.

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Fachinformation Beitragsgerechtigkeit

02. April 2013

Hier finden Sie eine Fachinformation des Familienbundes der Katholiken zum Thema Beitragsgerechtigkeit in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

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Familienpolitische Leistungen in Deutschland

7. Februar 2013

Das Bundesfamilienministerium hat angekündigt, weite Teile der „Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Maßnahmen“ noch vor der Bundestagswahl im September zu veröffentlichen. Medienberichten zufolge konstatiert ein interner Zwischenbericht die Unwirksamkeit verschiedener Instrumente. Daraufhin hat sich eine familienpolitische Grundsatzdebatte entzündet, in der immer wieder behauptet wird, der Staat gebe 200 Milliarden Euro für die Familienförderung aus.

Basierend auf der Expertise seines Sachausschusses Steuern, Transfers, soziale Sicherung stellt der Familienbund mit der beigefügten Fachinformation die tatsächliche Situation der Familienförderung in Deutschland dar. Hintergründe der Gesamtevaluation werden beleuchtet sowie Funktionsweise und Wirksamkeit einzelner in die Kritik geratener Maßnahmen erläutert.

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Fachinformation Ehegattensplitting

4. Oktober 2012

Hier finden Sie eine Fachinformation des Familienbundes der Katholiken zum Ehegattensplitting. Der Familienbund informiert damit grundlegend über die Funktion und Wirkungsweise dieses steuerrechtlichen Instruments und geht vor dem Hintergrund der politischen Debatten auf aktuelle Fragestellungen ein.

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