Familienbund Paderborn begrüßt Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe

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Familien stärken für eine sorgende Gesellschaft

Paderborn, 6. November 2015  - Der Familienbund der Katholiken im Erzbistum Paderborn begrüßt das vom Deutschen Bundestag beschlossene Verbot der auf Wiederholung angelegten Beihilfe zum Suizid. Die Annahme des Entwurfes der Abgeordneten Brand und Griese durch die Mehrheit der Stimmen der Abgeordneten entspricht der Stellungnahme unseres Verbandes und den Vorstellungen eines breiten Bündnisses aus dem Raum der katholischen Kirche.

Angebote einer organisierten, auf Wiederholung angelegten Suizidbeihilfe sind keine Freiheitserweiterung, sondern eine Gefahr für das Leben und die Freiheit der Patienten. Der Entwurf Brand/Griese ist eine sorgsam abgewogene, vermittelnde Lösung zwischen der ausdrücklichen Erlaubnis und dem generellen Verbot der Suizidbeihilfe“, sagte Michael Hullermann, Geschäftsführer des Familienbundes Paderborn.

Die intensive gesellschaftliche Debatte über die Sterbehilfe hat darüber hinaus zu einer notwendigen Enttabuisierung des Themas Tod beigetragen. „Damit Familien als die engsten Begleiter von Sterbenden ihre Rolle als tragende Säule einer sorgenden Gesellschaft erfüllen können, müssen wir wieder zu einem ungezwungenen und sichtbaren Umgang mit Alten, Kranken und Sterbenden kommen und auch das Miteinanderreden über das Sterben neu erlernen“, sagte Hullermann. „Das Sprechen über das Sterben und den Tod, das wir in unseren Familien selbst beginnen müssen, hilft uns dabei, eine neue Sorge-, Sterbe- und Trauerkultur zu etablieren. Eine solche Kultur benötigen wir dringend, um aus einer bloß alternden Gesellschaft eine sorgende Gesellschaft zu machen.“

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