Pressemeldungen 2020

Eltern und Kinder zahlen nach Ansicht des Familienbundes der Katholiken durch die anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen einen allzu hohen Preis. Eine angemessene Unterstützung von Familien durch die Politik fehle bislang. Der Familienbund fordert eine rasche, aber behutsame Rückkehr zu einer familiären Normalität, die dem Leistungsvermögen von Eltern und Kindern entsprechen, aber auch den Ansteckungsrisiken mit Corona in der Gesellschaft Rechnung tragen. Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann fordert heute in Berlin von der Politik eine lebensgerechte Neubewertung der Corona-Lage und eine endlich spürbare Unterstützung von Familien, die den Namen verdiene. „Je länger die Politik ihre weitreichenden Schutzmaßnahmen aufrechterhält, desto größer werden auch die Belastungen und Schäden, die sie in Familien hinterlassen. Während viele Eltern zwischen Sorgearbeit, Homeschooling und Erwerbsarbeit an der Belastungsgrenze auf den Burnout zusteuern, werden fehlende Beziehungen, räumliche Enge und überforderte Eltern unweigerlich Spuren in den Seelen von Kindern hinterlassen. Das kann so nicht bis September weitergehen. Vier weitere Monate Quasi-Quarantäne sind Familien nicht zumutbar. Die Politik hat die Lebensrealität von Familien nicht im Blick, wie die Beschlüsse der Kultusminis-terkonferenz dieser Tage zeigen. Der Politik droht durch die einseitige Beratung durch Virologen der Blick für die gesamtgesellschaftliche Situation verloren zu gehen. Wir brauchen für derart weitreichende politische Entscheidungen aber eine belastbare Studienlage, auch zum Übertragungsrisiko von Corona durch Kinder.“ Hoffmann fordert weitaus mehr und kreativeres Engagement der Politik, um die zuneh-menden Kollateralschäden der Corona-Maßnahmen für Familien zu begrenzen.

Für kleine Geschäfte gelten ab dem 20.04.2020 gelockerte Beschränkungen während der Corona-Krise. Für kleine Kinder jedoch nicht. Die fehlende Aussicht auf eine Entlastung durch die Wiedereröffnung von Kitas sowie durch das Öffnen von Spielplätzen setzt Erwachsene und Kinder in den Familien zunehmend unter Druck.

Der Familienbund der Katholiken fordert bei Kurzarbeit von Beschäftigten aufgrund der Corona-Pandemie ein nach Kinderzahl gestaffeltes Kurzarbeitergeld. Das erklärte Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann heute in Berlin.

Pressemeldungen 2019

Beim diesjährigen Mitarbeitertreffen des Familienbundes in Winterberg setzten sich 60 Kursleitungen, Teamer*innen und Multiplikator*innen gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen mit den Herausforderungen der Digitalisierung in der Familienbildung auseinander.

„Familien- und arbeitsmarktpolitisch herrscht seit Jahren ein Stillstand bei der zentralen Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, von Sorge- und Erwerbsarbeit. Das ist ein zeitpolitisches Armutszeugnis für das mit Abstand drängendste Problem von Familien hierzulande“, erklärte der Präsident des Familienbundes der Katholiken, Ulrich Hoffmann, gestern auf der 132. Bundesdelegiertenversammlung des Verbandes in Berlin.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für eine stärkere Berücksichtigung von Familienleistungen in der Pflegeversicherung aus, dem kleinsten der drei auf Familienleistungen basierenden Sozialversicherungszweigen.

Der Familienbund der Katholiken hat auf seiner 131. Bundesdelegiertenversammlung vom 5. bis 7. April 2019 in Würzburg einen eindringlichen Appell an die deutschen Bischöfe gerichtet. Darin fordert der Verband die verantwortlichen Geistlichen auf, die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche mit Nachdruck fortzusetzen und grundlegende Strukturreformen zur Prävention entschlossen anzugehen.

Das Wechselmodell als gesetzlich vorgeschriebener Regelfall nach der Trennung von Eltern hält der Familienbund der Katholiken nicht für sinnvoll. „Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Betreuungsmodell muss sich immer am Wohl des Kindes orientieren“, sagte Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann heute in Berlin anlässlich der aktuellen Debatte im Deutschen Bundestag. Dort will die FDP per Gesetz ein familienrechtliches Wechselmodell als Regelfall einführen. Hoffmann fordert stattdessen einen Ausbau der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, um Trennungen möglichst zu verhindern und Familien im Trennungsfall zu unterstützen.

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