Redaktion Familienbund

Der Familienbund der Katholiken hat auf seiner 131. Bundesdelegiertenversammlung vom 5. bis 7. April 2019 in Würzburg einen eindringlichen Appell an die deutschen Bischöfe gerichtet. Darin fordert der Verband die verantwortlichen Geistlichen auf, die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche mit Nachdruck fortzusetzen und grundlegende Strukturreformen zur Prävention entschlossen anzugehen.


Das von Familienminister Dr. Joachim Stamp vorgelegte Eckpunktepapier ist nicht die seit Jahren geforderte und angekündigte grundlegende Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), sondern stellt durch höhere Kindpauschalen lediglich eine finanzielle Verbesserung gegenüber dem Status quo dar.
Der Staat gibt die Berufstätigkeit beider Elternteile als gesellschaftliches Leitbild vor mit dem Ziel, dass dies der beste Schutz vor Kinder- und Familienarmut ist. Eltern dürfen vom Staat erwarten, dass dieser in eine hochwertige Kinderbetreuung investiert, damit die Ungleichheit in unserer Gesellschaft nachhaltig bekämpft werden kann. Investitionen in Bildung sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.
Eltern erwarten sicherlich nicht zu viel, wenn ihre finanziellen Vorleistungen durch ihre doppelte Erwerbstätigkeit in eine hochwertige Kinderbetreuung investiert werden, die sich an den Bedarfen von Kindern orientiert, um ihnen eine chancengerechte Entwicklung zu ermöglichen.

Das Wechselmodell als gesetzlich vorgeschriebener Regelfall nach der Trennung von Eltern hält der Familienbund der Katholiken nicht für sinnvoll. „Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Betreuungsmodell muss sich immer am Wohl des Kindes orientieren“, sagte Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann heute in Berlin anlässlich der aktuellen Debatte im Deutschen Bundestag. Dort will die FDP per Gesetz ein familienrechtliches Wechselmodell als Regelfall einführen. Hoffmann fordert stattdessen einen Ausbau der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, um Trennungen möglichst zu verhindern und Familien im Trennungsfall zu unterstützen.

Im Sozialinstitut Kommende in Dortmund haben 15 Teilnehmerinnen den Qualifizierungskurs zur Familienbeauftragten vom Familienbund der Katholiken im Erzbistum Paderborn e.V. in Kooperation mit der Katholische Kindertageseinrichtungen Ruhr-Mark gem. GmbH erfolgreich abgeschlossen.

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